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Endlich raus!

Das Wort “Dystopie” klingt abgedroschen, hyperinflationiert. Doch ausgerechnet in der heutigen Zeit erweist es sich als zutreffend.

 

Die meisten identifizieren mit dem Begriff “Dystopie” kürzlich veröffentlichte Hollywood-Produktionen wie “Panem” & Co. Diese sind aber eher futuristische Darstellungen klassischer Diktaturen.

 

Offen gestanden: Hollywood hatte bessere Streifen auf Lager. Denken wir mal an Klassiker wie “THX-1138” oder “Logan’s Run” aus den 1970er Jahren! Nicht zu vergessen ist auch die Verfilmung von “Brave new world”, dem Meisterwerk von Aldous Huxley.

 

Dennoch fehlt in allen bisher veröffentlichten dystopischen Büchern und Filmen ein wesentliches Element: der Weg in einen solchen Zustand. Denn eine Dystopie ist keineswegs eine abrupt implantierte Autokratie bzw. Diktatur mit offensichtlichen Zügen. Also: keine Polizisten um jede Ecke, keine im Stechschritt marschierenden Soldaten etc.

Eine Dystopie ist das Ergebnis eines langjährigen "Umerziehungsprozesses" der einzelnen Individuen und der Gesellschaft, die sich langsam aber stetig daran gewöhnen, ihre Entscheidungen und somit ihre Freiheiten (individuell wie kollektiv) freiwillig an eine Obrigkeit zu delegieren.

Ein One-Way-Ticket, wenn man einfach zuschaut und nicht reagiert.

 

Kann der “kleine Mann” überhaupt etwas bewirken?
Die Protagonisten meines Romans sind sogenannte “kleine Leute”, die aber sehr wohl reagieren, Verantwortung übernehmen und die richtigen Entscheidungen treffen.

Der Zeitrahmen

 

Der eine oder der andere Leser könnte ggf. fragen, warum die Handlung in einer sehr nahen Zukunft spielt. 

Sehr gewagt! Meine Absicht ist gerade, die möglichen Entwicklungen der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Lage zu skizzieren.

Es nutzt nichts, ein Buch über das mögliche Leben im Jahr 3476 zu schreiben. Das würde jedwedes Vorstellungsvermögen sprengen und wäre zu weit entfernt von unserer Realität.

Nein, ich schreibe keine gruselige Sci-Fi-Story, sondern beschreibe schonungslos das, was mit nahezu absoluter Sicherheit kommen wird, wenn es so weitergeht.

Warum ein Roman und kein Sachbuch

 

Kritische Sachbücher über unsere gekaperte Demokratie, das Geldsystem, Lobbies, Think Tanks, Geopolitik, Politikdarstellung usw. gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wer nach dem Sachbuch Nr. 458 immer noch den “herkömmlichen” Nachrichtenkanälen vertraut, der vollzieht auch nicht mit dem nächsten Sachbuch den erforderlichen Paradigmenwechsel.

In Form einer Erzählung kann dem Leser die kritische Betrachtung näher gebracht werden. Ja, der Leser soll endlich begreifen, dass Entscheidungen von oben herab ihn selbst unmittelbar und schwer betreffen, indem er sieht, welchen Gefahren eine jede Figur ausgesetzt ist und welche Entscheidungen sie trifft.

Zugegeben: aus dem Grund habe ich gezielt mit “Archetypen” gearbeitet. Jede Figur charakterisiert eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.

Kein Standard-Vokabular

 

Weiterhin habe ich bewusst auf das “Truther-Vokabular” verzichtet.

Erstens bin ich kein Freund von Kampfbegriffen: sie mögen in einer jeden verbalen Auseinandersetzung in einem Forum oder in den sozialen Netzwerken erforderlich sein, wirken aber auf den Durchschnittsbürger wie Reizwörter (nicht nur wegen der berüchtigten Stigmatisierung). Der Durchschnittsbürger macht einfach zu.

Zweitens hätten Begriffe wie “NWO” usw. mich daran gehindert, die historisch-philosophischen Hintergründe des heute herrschenden Systems richtig darzustellen. Auch die historisch-philosophischen Hintergründe der Gegenseite (des Widerstands) hätte unter der Verwendung ausgelutschter Kampfbegriffe erheblich gelitten.

Mein eigener "Rechtsbruch": außergewöhnliches Textformat

 

Anders als die meisten Romane enthält dieser zahlreiche Leerzeilen im Textkörper. Das ist Absicht und kein Formatierungsfehler.

Damit möchte ich die einzelnen Szenen innerhalb eines jeden Kapitels räumlich voneinander trennen, insbesondere um Anspielungen auf die heutige Realität sowie auf kulturelle und philosophische Hintergründe hervorzuheben.

Komfortzone ade!

 

Gibt es überhaupt Lösungsansätze? Sehr wohl und einfacher, als man sich vorstellen kann.

Wer vor “einfachen Lösungen” warnt, der schwimmt meistens mit dem System mit und betreibt – egal ob bezahlt oder nicht – Propaganda.

Fakt ist aber, dass es keine schmerzfreien Lösungen gibt. Wer predigt, aus der Couch etwas bewirken zu können, der lebt in einer Traumwelt… heutzutage eine sehr gefährliche Vorstellung.

 

Begleiten Sie Max, Pavel und ihre Familien auf eine Reise auf Messers Schneide. Deren Schicksal könnte bald unseres sein!