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Alles Orbán oder was?

Dass die „Qualitätsmedien“ und alle Politiker des linksgrünen, neopositivistischen Establishments (also, Kulturmarxisten mit pseudokapitalistischer Finanzierung mittels unserer Steuergelder) gegen Viktor Orbán poltern, ist nichts Neues. Das Bashing ist wesentlicher Bestandteil der Strategie der Frankfurter Schule und deren geistigen Enkel (68er, Linksgrüne usw.).

Negativ überraschend ist aber, dass die Kenntnisse der Gegenseite – der Patrioten – selten über die Figur des amtierenden Ministerpräsidenten Ungarns hinausgehen.

 

Leider ignorieren die meisten Patrioten Deutschlands - meistens aus Desinteresse oder weil sie eher auf die zahlreichen „Einzelfälle“ der „Fachkräfte“ konzentriert sind – die Realität östlich des Böhmerwaldes. Fataler Fehler! Denn ausgerechnet dort finden patriotische Parolen im Volk Gehör, ja auch patriotische Parolen aus dem Ausland. Hiermit verweise ich auf einen Auftritt des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus bei einer AfD-Veranstaltung im Juni vergangenen Jahres (https://youtu.be/agWOGmcsN-Y).

Ich empfehle allen, diesen Videobeitrag genau zu verfolgen.

Der wesentliche Unterschied

 

Jetzt kommt der springende Punkt: Václav Klaus ist eigentlich ein Politiker, den man dem sogenannten Mainstream zuordnen würde. Tatsache ist: in Tschechien (also nicht nur im „ganz bösen“ Ungarn) steht selbst der Mainstream konträr zum linksgrünen Establishment der BRD und Westeuropas im Allgemeinen.

Selbstverständlich streiten ein Verfechter der Marktwirtschaft wie Klaus und ein Sozialdemokrat wie Zeman über die Gestaltung der Volkswirtschaft im eigenen Land. Doch in Sachen Massenmigration aus völlig fremden Kulturkreisen, Gleichschaltung und Fremdherrschaft sind alle Politiker Tschechiens einig: "NE!"

 

Nochmals zur Bekräftigung: Václav Klaus sprach auf einer Bühne der AfD (nicht der CDU), als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Es ist auch das Normalste auf der Welt. Unser Establishment beschimpft ganz normale Politiker aus dem Ausland als „Nazis“, „Feinde der Demokratie“ usw. Das Verunglimpfen kennt keine Grenzen.

Heuchelei und selektive Berichterstattung

 

Selbst Viktor Orbán ist ein ganz normaler Christdemokrat, wie es sie einst auch in Deutschland vor 20 Jahren gab. Und heute angeblich ein „Rechtspopulist“, „Rassist“, „Nazi“?

Im April dieses Jahres fanden die ungarischen Parlamentswahlen statt. Die deutschen Mainstreammedien trommelten auf eine Niederlage Orbáns hin und predigten eine mögliche „Rückkehr Ungarns zur Demokratie“ durch einen Sieg der von Soros kontrollierten Sozialisten.

Dumm nur, dass eine einzige Partei von einer Niederlage Orbáns profitiert hätte: die (wirklich) rechtsextreme Jobbik. Dazu noch: wissen die Bürger in Deutschland, dass es in Ungarn zwei grüne Parteien gibt? Die eine heißt PM (Párbeszéd Magyarországért) und entspricht mehr oder weniger den deutschen Grünen. Die andere heißt LMP (Lehet Más a Politika) und war bereit, notfalls eine von Jobbik geführte Minderheitsregierung zu unterstützen. Hat jemand in Deutschland jemals davon in den Medien gehört?

Die Hauptbotschaft

 

Zurück zu Václav Klaus und zum Hauptthema. Nahezu alle Politiker der vier Visegrád Staaten lehnen folgende Grundpfeiler der westlichen linksliberalen, kulturmarxistischen Politik entschieden ab:

 

1) Abgabe der eigenen Souveränität an Brüssel

2) unkontrollierte Massenmigration aus Afrika bzw. dem Nahen Osten

3) die neue Umweltreligion des „menschengemachten“ Klimawandels

4) den linken Moralismus der Fabian Society und der Frankfurter Schule, heute auch als „politische Korrektheit“ bekannt

5) Unterdrückung der freien Meinungsäußerung.

 

Der allgemeine Tenor:

 

1) Ja zur Kooperation europäischer souveräner Staaten (Völker, eigentlich!)

2) Nein zum EU-Superstaat in der heutigen und in der von den Eurokraten angestrebten Form der „Vereinigten Staaten von Europa“. An der Stelle sei gesagt, dass diese USoE in Wirklichkeit eine EUdSSR wären, da jedweder US-Bundestaat mehr Eigenständigkeit in den USA hat, als eine jede Nation in der EU.

 

Nur die Leitmedien der Visegrád Staaten weisen eine leichte linksliberale Färbung auf, die wiederum niemals mit der Gleichschaltung ihrer deutschen „Kollegen“, vor allem der GEZahlten, vergleichbar ist. Lediglich die Ableger der deutschen Springerpresse führen das gleiche Vokabular, nur in anderer Sprache.

Andere Sichtweise der Bürger

 

Und im Volk? Politiker in Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn spiegeln exakt die allgemeine Gesinnung ihres Volkes wieder: mehrheitlich lehnen Tschechen, Slowaken, Polen und Magyaren die o. g. Punkte der EU- und Globalismusideologie entschieden ab.

Die ARD war bemüht, in einer Reportage über Tschechien eine Stimme „pro Flüchtlinge“ zu suchen. Selbst ganz normale junge Frauen erwiderten die Fragen der Journalisten mit einem klaren „Nein“ zur Aufnahme sogenannter „Flüchtlinge“, manche sogar aus eigener bitterer Erfahrung in Deutschland. Siehe Video https://www.youtube.com/watch?v=Qt6X2pWBEBg ab 02:22. Lediglich eine kleine Gruppe von „Aktivisten“ einer NGO, die George Soros zugeordnet werden kann, sprach sich für „Solidarität“ und gegen „Vorurteile“ gegenüber dem Islam aus.

Beispiel: Slowakei

 

Nehmen wir das nächste Land unter die Lupe: die Slowakei. Möglicherweise sind Richard Sulik und seine Kritik am Euro-Umverteilungssystem bekannt. Sulik sprach (auf Deutsch!) schon in zahlreichen deutschen Talk Shows und erntete für seine offene Kritik das große Bashing von Martin Schulz und Konsorten. Doch Suliks Partei SaS, die durchaus mit dem Wirtschaftsflügel der AfD vergleichbar ist, sitzt in der Slowakei auf der Oppositionsbank. An der Regierung sind – überraschenderweise für deutsche bzw. westeuropäische Verhältnisse – die Sozialdemokraten und die Slowakische Nationalpartei SNS nahezu gleichermaßen beteiligt. Es sind Sozialdemokraten wie Thilo Sarrazin und Heinz Buschowsky und die SNS ist mit dem nationalkonservativen Flügel der AfD gleichzusetzen.

Kurzfassung zum Vergleich: in der Slowakei regieren Sarrazin und Poggenburg (oder Höcke) zusammen. Meuthen und Weidel bilden die Opposition. Alle sind gegen die Eurorettung (eigentlich die Rettung bankrotter Staaten und Banken in Euro) und gegen Merkels Politik der unkontrollierten Massenmigration. 

Beispiel: Polen

 

Das vierte Land, Polen, ist von der nationalkonservativen PIS regiert, gegen welche die üblichen Schmutzkampagnen der Eurokraten und deren Sympathisanten immer und immer wieder heiß laufen. Also nichts Neues. Dennoch distanziert sich langsam auch die Opposition von Donald Tusk und von der eigenen Fraktion im europäischen Parlament. Wenn das kein Zeichen der Vernunft ist?!

Streitpunkt war und ist immer noch die sogenannte „Unabhängigkeit der Justiz“. In Wirklichkeit ist die Judikative, eine nicht gewählte Staatsgewalt, meistens linksgrün besetzt und wird gezielt gegen unbeliebte Politiker (also gegen die Legislative und die Exekutive) eingesetzt. Der berechtigte Vorwurf Polens an die Adresse der Moralisten in Deutschland und in der EU lautet: ein Land mit dem NetzDG dürfe sich nicht als moralische Instanz gegen andere Länder erheben.

Zugegeben: ich tue mich schwer, den Polen nicht zuzustimmen.

Die Gründe

 

Warum die Welt östlich des Böhmerwaldes so anders als unsere ist, lässt sich mit der Geschichte der V4-Staaten begründen. Sie liefen nahtlos von einer Diktatur (NS) in die nächste (UdSSR, Warschauer Pakt) und wissen, was Fremdherrschaft bedeutet. Die Wunde ist noch frisch (1989) und aus dem Reinfall mit den üblichen Tricks des Westens nach Ende des kalten Krieges haben die vier eine wichtige Lehre gezogen. 2003 beteiligten sich Tschechien, die Slowakei, Polen und Ungarn am Irak-Krieg, angelockt von Versprechungen meistens ökonomischer Natur. Die Versprechungen entpuppten sich schnell als Mogelpackungen.

Heute streben die Visegrád Staaten zum Einen ein geordnetes Verhältnis zu Russland (allerdings ohne eine Rückkehr zum Zustand als Satellitenstaaten) und zum Anderen einen gesunden Abstand von sämtlichen Vereinnahmungsversuchen seitens der EU an. 

Politische und praktische Reaktionen

 

Wie reagierten die V4-Staaten auf die Bedrohung der Massenmigration? Operativ! Es war die berühmte Schließung der Balkanroute, die sich nicht nur auf den ungarischen Grenzzaun zu Serbien beschränkte.

Dazu noch: in Polen und der Slowakei trainieren operative Bürgermilizen den vorläufigen Grenzschutz (um die Zeit bis zum Eintreffen von Polizei und Armee zu überbrücken) und gleichzeitig die Evakuierung eines jeden Dorfes im Falle einer Invasion.

In Tschechien übernehmen Reservisten offiziell diese Aufgabe. Allerdings verankerten 2017 die Sozialdemokraten das bereits bestehende Recht auf den Waffenschein (nicht WBK, richtigen Waffenschein zum Führen) in der Verfassung. Staatspräsident Zeman animierte die Bürger dazu, zum eigenen Schutz aufzurüsten und mit den Behörden aktiv zu kooperieren. Zum Vergleich: in Deutschland beschränkt sich das Konzept für „zivile Verteidigung“ auf „Dosen und Wasser für 14 Tage“. Trifft jemand mehr Vorkehrungen, dann gilt er als Prepper und wird ab diesem Jahr vom Verfassungsschutz beobachtet.

Noch Fragen?

Jenseits des Mainstreams

 

Wenn der Mainstream in den V4-Staaten so „gut und patriotisch“ aufgestellt ist, braucht man dort radikalere Parteien, Bewegungen und überhaupt eine alternative Szene? Lassen wir mal die rechtsextreme Jobbik weg. Sie ist ein Phänomen für sich und allein dieses Thema verdient einen separaten Artikel.

Tatsache ist, dass es auch in diesen Ländern Parteien am Rande des Mainstreams gibt, die mit Quoten von ca. 10-12% in den jeweiligen Parlamenten vertreten sind. Ich nehme hier eine unter die Lupe: die tschechische SPD. Achtung: Verwechslungsgefahr! Diese SPD bedeutet „Svoboda a přímá demokracie“ (Freiheit und direkte Demokratie) und – wie der Name schon sagt – verfechtet sie mehr Volksbeteiligung an wichtigen Entscheidungen der nationalen Politik. Deutsche Medien (auch Wikipedia) sprechen von einer „rechtsextremen“, „fremdenfeindlichen“ Partei. Wirklich? Wie erklären sich deutsche „Qualitätsmedien“ die Tatsache, dass der Parteivorsitzende ein halber Japaner ist? An der Stelle erlaube ich mir ein wenig polemische Rhetorik: Tomio Okamura ist sozusagen die historische Nemesis der Eurokraten, der personifizierte Anti-Kalergi.

In deutscher Sprache findet man so gut wie gar nichts außer Lügen darüber. Wenn man sich ein wenig mit der tschechischen Sprache beschäftigt oder sich wahlweise etwas mehr mit dem Google-Translator quält, dann wird man feststellen, dass zwar der Ton von Okamurasan in Richtung „brachial“ tendiert, doch die Inhalte nicht so verwerflich sind. Denn die Unterwanderungsstrategie der Eurokraten ist bekannt: wenn sie nicht ganze Parteien kaufen können, dann beginnen sie mit dem Aufkauf einzelner Parteimitglieder wie z. B. Karel Schwarzenberg. Ein externer, radikaler, scharfer Blick kann nützlich sein, wenn gut getarnte Spitzel innerhalb einer jeden Mainstreampartei von den eigenen Parteigenossen schwer ausgemacht werden können.

Kritik

 

Sind unsere Nachbarn so „perfekt“, echte „Oasen des Patriotismus“? Wo bleiben die Makel?

In der Tat ist die Wirtschaft insbesondere in Polen und Ungarn noch zu schwach für eine Eigenständigkeit. Tschechien und die Slowakei sind – auf die Thematik der Subventionen bezogen – Nettozahler der EU, würden aber trotzdem bei einem Ausschluss vom europäischen Binnenmarkt darunter leiden. Das Suchen und Finden von alternativen Handelspartnern würde sich als schwierig gestalten.

Zudem sind die bisher einzeln eingeführten Maßnahmen (Zaun, operative Bürgermilizen und permissives Waffenrecht) angesichts einer drohenden Massenmigration von 244 Millionen (laut IOM) und Erpressungen seitens der EU unzureichend. Idealerweise würde ein jeder V4-Staat die Maßnahmen der jeweils anderen Bündnismitglieder implementieren.

Zu guter Letzt befinden sich die vier „Abtrünnigen“ auf „Rekrutierungskurs“ in Osteuropa. Es ist mittlerweile von „Intermarium“ die Rede, das aber weder mit dem historischen Vorhaben zwischen den zwei Weltkriegen noch mit der US-Hegemonialstrategie nach Zbigniew Brzezinski zu tun hat.

Wer wird das Rennen gewinnen: sie oder die EU?

 

Darüber habe ich übrigens auch in meinem Buch "Global Dawn - Die Abtrünnigen" (im Kapitel "Zwischen zwei Meeren") ausführlich geschrieben. https://tredition.de/autoren/d-bullcutter-23466/global-dawn-hardcover-102114/

FAZIT

Es wäre angebracht, sich aktiv mit unseren Nachbarn zu beschäftigen, allein deshalb, weil sie (und nicht Russland) die Balkanroute schlossen und somit die Notbremse zogen. Denn ohne diese konzertierte Aktion der vier „Abtrünnigen“, Österreichs und der Westbalkanstaaten würde der Migrationsfluss mit ca. 10.000 illegalen Migranten pro Tag noch bis heute andauern.

Wie Václav Klaus schon letztes Jahr in seinen Auftritten bei der AfD in Frankfurt verlautbarte, geht es um nichts Geringeres als unsere Zukunft. Wenn es nicht möglich ist, eine Kehrtwende von innen heraus zu bewirken (zu viele Schlafschafe, Mitläufer etc.), dann können wir nur auf die Völker zählen, die sowohl im eigenen als auch im allgemeinen Interesse für Europa und gegen die EU-Dystopie stehen.

 

© D.Bullcutter, 2018